Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 9 d-Moll, WAB 109 (1887–1896, unvollendete)
* Wir stellen sicher, dass alle Konzertdaten, -orte und -zeiten bestätigt werden, bevor sie auf der Website veröffentlicht werden. Die Aufführungsdaten können sich jedoch ohne Vorankündigung ändern. Bitte informieren Sie sich daher im Voraus beim Konzertort.
Bruckner: Sinfonie Nr. 9
Anton Bruckners 9. Sinfonie ist ein monumentaler Höhepunkt seines Schaffens und markiert zugleich den Abschluss der österreichisch-deutschen Romantik. Die Sinfonie, die oft mit Beethovens Neunter verglichen wird, zeigt Bruckners charakteristischen Stil, der sich durch eine dichte Orchestrierung, reiche Harmonien und ausgedehnte Strukturen auszeichnet. Sie gilt auch als eine seiner tiefgründigsten und komplexesten Kompositionen, die seine Meisterschaft in der spätromantischen Sinfonik unter Beweis stellt.
Als tief gläubiger Katholik widmete Bruckner seine unvollendete Neunte Symphonie „dem lieben Gott“. Er vollendete den dritten Satz am 30. November 1894 und hielt sich dabei an die traditionelle viersätzige Struktur seiner Sinfonien. Die Arbeit am Finale begann am 24. Mai 1895, etwas mehr als ein Jahr vor seinem Tod. Als der schwerkranke Komponist erkannte, dass er keine Zeit mehr haben würde, den vierten Teil zu vollenden, äußerte er den Wunsch, dass sein Te Deum anstelle des Finales aufgeführt werden sollte.
Trotz ihres unvollendeten Zustands findet die Neunte Sinfonie in ihren letzten Takten einen tiefen Sinn des Abschlusses. Es entsteht eine bemerkenswerte Retrospektive, die Themen aus Bruckners früheren Werken miteinander verwebt: das Miserere aus seiner d-Moll-Messe, das Adagio aus der Achten Symphonie und ein Fragment des Anfangsthemas aus der Siebten Symphonie. Diese ergreifende Reflexion vor dem beabsichtigten Schluss fügt dem unvollendeten Meisterwerk eine tiefe Bedeutungsebene hinzu. Der österreichische Kritiker und Musikwissenschaftler Walter Weidringer bemerkte treffend, dass die Neunte Symphonie „als eines jener Beispiele aus der Musikgeschichte gelten kann, die beweisen, dass auch Fragmente einen Grad der Vollendung aufweisen können, der nicht mehr verbesserungsfähig erscheint“.
Bruckners Neunte Sinfonie hatte einen turbulenten Weg hinter sich, bevor sie die ihr zugedachte Form erreichte. Im Jahr 1903 brachte der Dirigent Ferdinand Loewe drei Sätze in Wien zur Uraufführung, wobei er die Orchestrierung gegen Bruckners Willen erheblich veränderte. Erst 1931 wurde die Sinfonie dank der unermüdlichen Bemühungen des Musikwissenschaftlers Robert Haas sorgfältig von diesen überflüssigen Schichten befreit. Schließlich wurde die Neunte Symphonie 1932 in der von Bruckner ursprünglich konzipierten und komponierten Fassung uraufgeführt.
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